Projektbeschreibung

Lesestark! – Dresden blättert die Welt auf.

Lese- , Schreib- und Sprachförderung für 5- bis 7-Jährige (Übergangsalter vom Vorschulkind zum Erstleser) Ein gemeinsames Projekt der Städtischen Bibliotheken Dresden, der Bürgerstiftung Dresden und der Drosos Stiftung Zürich

  1. Das Projekt
  2. Ziele
  3. Angestrebte Wirkung
  4. Zielgruppe
  5. Vorgehensweise, Inhalte und Methoden
    1. Projektinhalte und Methoden
    2. Veranstaltungsangebote
    3. Überblick Themenangebote
    4. Netzwerk ehrenamtlicher Lesepaten/Lesepatinnen
    5. Schulung
  6. Gewinnung der teilnehmenden Kindergärten und Schulen
  7. Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation, Evaluation
  8. Projektorganisation
  • Zeitplan
  • Ausblick
  • Kontakt zum Projekteam
  • 1. Das Projekt

    Vor dem Hintergrund besorgniserregender defizitärer Entwicklungen in der Lesekompetenz von Schülern sind innovative Wege und unkonventionelle Methoden gefragt, um betroffenen Kindern so früh wie möglich eine gezielte Förderung angedeihen zu lassen sowie gegebenen sozialen Benachteiligungen entgegenzuwirken. Um erfolgreich zu sein, muss diese Förderung in engem Zusammenwirken mit vorschulischen und schulischen Einrichtungen erfolgen sowie idealer Weise durch eine Institution getragen werden, die mit ihrem Service und ihrem Angebot ohnehin im Schnittpunkt von Kindergarten, Elternhaus und Schule steht. Die Städtischen Bibliotheken Dresden haben durch Leistungsentwicklung und Angebotsprofilierung die erforderliche Kompetenz und das nötige Know-how auf dem Gebiet der Leseförderung bewiesen und ständig erweitert. In nahezu lückenloser Vernetzung kooperieren sie seit Jahren erfolgreich mit den genannten Zielgruppen und Institutionen und sind hierdurch in der Position, eine gezielte Lese- und Schreibförderung bedürftiger Kinder inhaltlich und strukturell umzusetzen.

    2. Ziele

    Übergänge stellen verdichtete Entwicklungsphasen dar, sind oft sensible Nahtstellen und bergen Chancen, die genutzt werden sollten. Lesemotivation kann sich nur einstellen, wenn Kinder vor Beginn des Lesenlernens wiederholt eigene positive Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Bilderbuch im weitesten Sinne verbinden können. Hier setzt das Projekt „Lese- und Schreibförderung für 5- bis 7-Jährige“ an. Zielstellung ist, nachhaltige Impulse für eine von Beginn an erfolgreiche individuelle Bildungsbiografie von Kindern im Übergang zur Schule zu geben. Durch kreative Formen von Lese-, Schreib- und Sprachförderung in einem neuartigen System mit hoher Betreuungsdichte sollen besonders Kinder aus buch- und lesefernen Schichten und Kinder aus sozial benachteiligten Familien gezielt gefördert werden. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen dabei neue Konzeptansätze, mit deren Hilfe ein freiwilliges, aktionsbetontes, positiv erlebtes und damit nachhaltig erfolgreiches Lernen möglich wird.

    3. Angestrebte Wirkung

    In seiner Wirkung soll das Projekt als niederschwelliges Angebot in der unmittelbaren Wohn- und Lebenswelt der Kinder so ausgerichtet sein, dass die o. g. Zielgruppe mit spannenden und interessanten Themenbereichen und reizvollen Mitmachaktivitäten konkret angesprochen und interessiert werden kann. Der generell kostenlose Zugang zu hochwertigen Programmen und Kursen soll dazu beitragen, den oft kritisierten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und daraus resultierenden Benachteiligungen bzw. schlechteren Bildungschancen abzumildern.*
    Ferner soll die Außenwirkung so gestaltet werden, dass das positive Image von Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen, die von Kindern mit Freude und persönlichem Gewinn besucht werden, gestärkt wird und sie als Lernorte und Orte der Lese- und Schreibförderung noch mehr ins Bewusstsein von Eltern, Pädagogen und Multiplikatoren sowie ins öffentliche Bewusstsein treten.

    * „Herkunft entscheidet über Bildung“: Die Chancen für Bildung sind laut einer aktuellen Studie für Kinder aus besser gestellten Familien weitaus größer. Quelle: 18. Sozialerhebung des deutschen Studentenwerkes 2006

    4. Zielgruppe

    Zielgruppe sind Kinder in der Übergangsphase vom Kindergarten zur Grundschule (Kindergartenkinder ab einem Jahr vor der Einschulung und Kinder der 1. Klasse) mit besonderem Förderbedarf in der Lese-, Schreib- und Sprachentwicklung in ausgewählten Dresdner Stadtteilen.

    Zu den indirekten Zielgruppen zählen ferner Eltern, Erzieherinnen und Grundschul-pädagogen. Besonders die Einbeziehung der Eltern in das Projekt soll durch Maßnahmen wie Elternabende, Elternbriefe sowie andere geeignete Formen und Methoden vertieft und verbessert werden.

    5. Vorgehensweise, Inhalte und Methoden

    Basis des Projekts sind die gut ausgebauten Dresdner Stadtteilbibliotheken als anerkannte und leicht erreichbare Anlaufstellen der Leseförderung. Die notwendige Auswahl orientiert sich am Anteil an Sozialhilfeempfängern im Einzugsbereich der Stadtteilbibliotheken. Mit einem Anteil von mehr als 20 % Sozialhilfeempfängern im Umfeld und daraus resultierend einer Versorgungsfunktion für die sozial schwächsten Bevölkerungsanteile sollten daher folgende Stadtteilbibliotheken am Projekt teilnehmen:

    1. Gorbitz
    2. Prohlis
    3. Cotta
    4. Pieschen
    5. Reick
    6. Strehlen
    7. Haupt- und Musikbibliothek

    Eine besondere Problematik mit Defiziten und Schwierigkeiten der Versorgung und Betreuung von Kindern unter o. g. Zielrichtungen ergibt sich in einigen Stadtrandgebieten. Bedingt durch Randlage, ländliche Struktur, fehlende Infrastruktur und lange Wege (Transport mit Kleinbus von und zur Bibliothek erforderlich) besteht daher besonderer Bedarf zur Teilnahme am Projekt in den Stadtteilen

    8.Weißig
    9.Klotzsche

    Bislang bibliothekarisch unterversorgt sind die Kinder im Stadtteil Blasewitz. Der Dresdner Stadtteil ist dicht besiedelt und hat die Struktur einer eigenen Kleinstadt. Die Bibliothek sieht sich wie keine andere einer wachsenden Anzahl von Kindergärten und Schulen gegenüber, die im erforderlichen Maß nicht betreut werden können. Eine Teilnahme im Projekt ist daher notwendig, um das Missverhältnis zwischen bestehender Betreuungskapazität und zu versorgenden Kindergärten und Schulen im Sinne von Chancengleichheit abzubauen und auch in diesem Stadtteil Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zu erreichen.

    10.Blasewitz

    Der Erfolg des Projekts hängt in hohem Maße von Qualifikation, Engagement und persönlicher Eignung aller Mitwirkenden ab. Die erforderlichen Ressourcen zur Umsetzung einer hochwertigen und engmaschigen Förderung von Kindern im Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Grundschule errechnen sich wie folgt:

    Projektkoordinatoren

    Zur Stärkung der Projektleitung sind 4 Projektkoordinatoren/Projektkoordinatorinnen mit folgenden Aufgabenbereichen erforderlich:

    • Erarbeitung einer Projektpräsentation zur Kontaktaufnahme und zur Gewinnung der Kindergärten und Schulen in den ausgewählten Stadtteilen
    • Koordination aller projektbezogenen Aktivitäten in den Stadtteilen in enger Abstimmung mit den jeweiligen Bibliotheken und den Partnerinstitutionen
    • Anleitung der ehrenamtlichen Lesepaten/Lesepatinnen
    • Förderung des fachlichen Austauschs aller Mitwirkenden
    • Projektpräsentation im Internet
    • Controlling / Halbjahresberichte an die Drosos Stiftung
    • Budgetkontrolle
    • Fotodokumentation
    • Kontaktarbeit mit Bürgerstiftung
    • Zuarbeit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    • Zuarbeit Evaluation

    Projektinhalte und Methoden

    Anliegen des Projekts ist es, Kindern über altersgerechte, sinnliche, spielerische und andere geeignete Methoden den Einstieg in literarische oder sachbezogene Texte zu erleichtern und die Lust auf Lesen und Bücher anzuregen. Dazu soll vorgelesen, erzählt, gemalt, geschrieben und aktiv gestaltet werden – immer mit der Maxime, Kinder in ihrer Fantasie und Eigentätigkeit anzuregen und in ihrer sprachlichen, schriftsprachlichen und literarischen Sozialisation nachhaltig voranzubringen. Alle Veranstaltungsangebote und Kurse sollen daher immer als Module im Gesamtsystem einer konsequenten, sinnstiftenden Leseförderung angelegt werden. Gehörtes und Vorgelesenes sollte außerdem je nach Veranstaltungsansatz mit Fingerpuppen, mittels Rollenspiel, Musikinstrumenten oder Liedern vertieft werden.

    Veranstaltungsangebote

    Um einen nachweisbaren Lerneffekt bzw. Entwicklungsfortschritt zu erzielen, ist es notwendig, dass jede ausgewählte Gruppe pro Jahr mindestens 10 Veranstaltungstermine wahrnimmt, die je nach örtlichen Gegebenheiten in der Bibliothek aber auch in Kindergarten und Schule (Hort) stattfinden können. Dafür sollte ein fester Rhythmus gefunden werden, wie z. B. ein fest vereinbarter Termin pro Monat.

    Die Themenangebote sollen Wahlfreiheit ermöglichen und auf die Förderbedürfnisse der jeweiligen Gruppe zugeschnitten werden. Sie unterscheiden sich je nach Alter und Anforderungen, orientieren sich an Entwicklungsstand und Konzentrationsfähigkeit der Kinder, sind als Einzel- oder Kursangebot denkbar und bedürfen im Einzelnen noch der Konkretisierung bzw. Aufbereitung zu Veranstaltungskonzepten.

    Überblick Themenangebote:

    • Vorlesestunden: mit unterschiedlichsten, für die Altersgruppe geeigneten Texten (Basisangebot für alle teilnehmenden Gruppen und Klassen)
    • Fabulieren: aus Erlebnissen, Liedern oder Bildern eigene kleine Geschichten und Märchen erfinden und erzählen
    • Bilderbuchkino: die besten Bilderbücher als Dia-Serien erleben
    • Spiele mit dem ABC: mit lustigen Buchstaben- und Wortspielen die ersten Buchstaben und Wörter Kennenlernen
    • Papierwerkstatt: Geschichten rund ums Papier, Papierschöpfen und mehr
    • Schreibwerkstatt: unter Anleitung erste kleine Geschichten oder Comics erfinden, schreiben und gestalten
    • Kreativwerkstatt: Betrachten, Assoziieren, Nacherzählen, Reimen, Malen, Gestalten (zu unterschiedlichen Themenbereichen)
    • Buchwerkstatt: Wir stellen unser erstes Bilderbuch selbst her (mit Buchpresse)
    • Büchershow: Lesetipps und Leseanimation (Book Slam*)
    • Experimentierkurse: erste naturwissenschaftliche Experimente für „kleine Entdecker“ verbunden mit der Hinführung zu thematischen Sachbilderbüchern
    • Lesenacht: Geschichten hören und den besonderen Lesezauber bei Nacht erleben

    * Book Slam ist ein Bücherwettstreit mit dem Ziel, Bücher bekannt zu machen und zum Lesen zu verlocken. Dabei werden geeignete Textpassagen kurz, knapp und nach Möglichkeit aktionsbetont präsentiert. Mal als Dialog, als Quiz, als Schattenspiel oder auf andere geeignete Weise. Am Ende bewerten die Schüler nach Punkten, welche Präsentation am besten gefallen hat.

    Netzwerk ehrenamtlicher Lesepaten

    Da die Städtischen Bibliotheken Dresden personell längst an Kapazitätsgrenzen stoßen, sind die umfangreichen Aufgaben in der Leseförderung seit Jahren ohne die tatkräftige Unterstützung von engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht mehr leistbar. In enger Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Dresden sollen daher im Projekt weitere Möglich-keiten erschlossen werden, um einen Teil der oben skizzierten Angebote in guter Qualität durch ehrenamtliche Mitarbeiter leisten zu können. Bedingt durch das positive Image auf dem Gebiet der Leseförderung sind zahlreiche weitere Dresdner an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Bibliotheken der Stadt bzw. in der Leseförderung interessiert. Geeignete Personen dafür sollen durch Ausschreibung gewonnen werden. Diese Ausschreibung wird entsprechend der Bedeutung des Gesamtprojektes als öffentlichkeitswirksamer Startschuss gestaltet sein. Die Auswahl der ehrenamtlichen Bewerber obliegt den Städtischen Biblio-theken, die Vergütung mit einer Aufwandsentschädigung erfolgt durch die Bürgerstiftung.

    Schulung

    Für die Umsetzung des Projekts besteht in den 10 teilnehmenden Bibliotheken sowie in den ausgewählten Kindergärten, Grundschulen und Horten ein Bedarf von insgesamt 50 Lesepaten. Diese sollen durch eine Ausschreibung, vorgenommen durch die Bürgerstiftung in der örtlichen Presse, gewonnen und über Bewerbungsgespräche in den Städtischen Bibliotheken ausgewählt werden. Persönliche Eignung, Motivation und Freude im Umgang mit Kindern sowie Grundkenntnisse der Literaturvermittlung müssen im Sinne der Erfüllung der Projektziele vorausgesetzt werden. Fachspezifische Kenntnisse zur selbständigen und ideenreichen Umsetzung geeigneter Konzepte werden in Schulungen vermittelt. Dazu sind Module mit folgenden Inhalten erforderlich:

    • Entwicklungspsychologische Besonderheiten im Übergangsalter vom Kindergarten zur Grundschule
    • aktuelle Studien und Trends zum Leseverhalten der Zielgruppe
    • Angebotsvielfalt aktueller Kindermedien / Buchmarkt
    • Praxis des Vorlesens, Grundlagen, Möglichkeiten, Ziele sowie weitere Methoden und Ideen der Leseförderung

    Unter Nutzung des Erfahrungspotentials des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) sowie in enger Zusammenarbeit mit einem örtlichen Bildungsträger muss ein Schulungskonzept erarbeitet werden, das überwiegend in Dresden (Grundlagen) umgesetzt werden kann. Der Bildungsträger muss dafür noch gewonnen werden (TU und/oder Volkshochschule). Sinnvoll für Aufbau- und Spezialisierungslehrgänge könnte zusätzlich die Einbeziehung der Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung e.V. oder ein vergleichbarer Bildungsträger außerhalb Dresdens sein. Strukturell sollte die Schulungsmaßnahme aus einem Anschublehrgang im ersten Projekthalbjahr und aus projektbegleitenden Fortbildungen über den gesamten Zeitraum bestehen. Der Anschublehrgang muss die Vermittlung theoretischer und praktischer Grundkenntnisse vor Projektstart beinhalten (incl. Teilnehmerzertifikat und ggf. Teilnehmerverpflichtung), die Schulung insgesamt ebenso die projektbegleitende Fortbildung durch Hospitation, in Workshops oder im Erfahrungsaustausch.

    Die Module der Schulung bestehen aus Lehrveranstaltungen und Selbststudium im Bildungsinstitut und in den Bibliotheken. Der Anschublehrgang vor Beginn der Projektphase sollte dabei mindestens 50 % des Gesamtumfangs einnehmen.

    Zur Vermeidung von Fluktuation sollen alle Lesepaten eng in die sozialen und kollegialen Strukturen der Bibliotheken einbezogen werden.

    6. Gewinnung der teilnehmenden Kindergärten und Schulen

    Da die teilnehmenden Kindergärten und Grundschulen in den Genuss hochwertiger Veranstaltungsangebote über einen längeren Zeitraum kommen, sollten diese nicht nur interessiert, sondern auch motiviert und zu einer intensiven, über das normale Maß hinaus gehenden Zusammenarbeit bereit sein. Dies soll durch eine qualifizierte Projektpräsentation in Verbindung mit einer ausführlichen Informationspolitik und einer frühen Einbeziehung in die inhaltliche Auswahl der Veranstaltungen in möglichst jedem teilnehmenden Kindergarten und in jeder teilnehmenden Grundschule erreicht werden.
    Die freien Angebote für Grundschulkinder am Nachmittag sollen durch geeignete Flyer, Plakate sowie gezielte mündliche Ansprache intensiv beworben werden.

    7. Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation und Evaluation

    Das Gemeinschaftsprojekt mit Zielen und Inhalten sowie der Auftakt dafür sollen in der Stadt Dresden öffentlichkeitswirksam kommuniziert und durch Artikel in Tageszeitungen und Fachpresse begleitet werden. Dazu wird eine enge Zusammenarbeit mit der Presse und ggf. dem regionalen Fernsehen angestrebt.
    Präsentation und Dokumentation des Projektes erfolgen auf der Website der Städtischen Bibliotheken Dresden. Durch Halbjahresberichte an die Drosos Stiftung sowie eine Fotodokumentation werden Erfahrungen, Ergebnisse sowie Projektfortschritte über den gesamten Zeitraum transparent gemacht.

    Mit der Evaluation wird eine unabhängige externe Institution beauftragt, die eine ergebnisbezogene Analyse des Projektes vornimmt. Im Zentrum sollte die Bewertung der Entwicklung der Lesekompetenz stehen.

    8. Projektorganisation

    • Projektträger incl. Finanzabwicklung: Bürgerstiftung Dresden
    • Projektleitung: Dr. Arend Flemming / Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung
    • Konzept, fachliche Beratung: Sonhild Menzel / Lektorin für Kinder- und Jugendmedien
    • Projektkoordination: 4 Fachkräfte (halbe Stellen): Dr. Claudia Blei-Hoch, Marit Kunis-Michel, Christine Lippmann, Holger Nitzschner
    • Ehrenamtliche Mitarbeiter als Vorlesepaten sowie für freie Förder- und Veranstaltungsangebote am Nachmittag
    • externe Partner für Kurse und Veranstaltungsreihen auf Honorarbasis
    • Bibliothekarisches Fachpersonal in den Stadtteilen

    Organigramm:

    • Projektträger: Bürgerstiftung Dresden
    • Projektleitung: Dr. Arend Flemming
    • Projektdurchführung: Städtische Bibliotheken Dresden
    • Konzept / fachliche Beratung: Sonhild Menzel

    Projektbibliotheken:

    • Mitte: Haupt- und Musikbibliothek
    • Ost: Blasewitz, Weißig
    • West: Gorbitz, Cotta
    • Süd: Prohlis, Reick, Strehlen
    • Nord: Pieschen, Klotzsche

    Personal für Veranstaltungstätigkeit:

    • Ehrenamtliche Mitarbeiter
    • Externe Honorarkräfte
    • Bibliothekarisches Fachpersonal

    9. Zeitplan

    • Projektlaufzeit: 01.01.2008 – 31.12.2010

    Vorbereitungsphase ½ Jahr:

    • Gewinnung der Personen für Projektkoordinierung
    • Gewinnung eines Trägers für Schulung und Fortbildung
    • Entwicklung des Schulungsprogramms
    • Schulung der ehrenamtlichen Mitarbeiter
    • Erarbeitung der Projektpräsentation für Kindergärten und Schulen
    • Projektpräsentation in Kindergärten und Schulen sowie in den Städtischen Bibliotheken
    • Projektauftakt in Internet und Presse
    • Startvorbereitungen zum Schuljahr 2008/2009

    Laufzeit der Veranstaltungsreihen: 2 Schuljahre

    Evaluierung, Nachbereitung: ½ Jahr

    11. Ausblick

    Information ist eines der Schlüsselwörter des 21. Jahrhunderts. Sie hilft Menschen, sich zu orientieren und die Welt zu verstehen. Sie ist die Voraussetzung für Wissen und Bildung. Dabei ist Wissenserwerb auch im Zeitalter der elektronischen Medien in starkem Maße von Lesefähigkeit und Lesefertigkeit abhängig. Die PISA-Ergebnisse haben bei der Lesekompetenz deutscher Schüler einen alarmierenden Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen offen gelegt. Der im März 2007 veröffentlichte UNO-Sonderbericht bestätigt dies und kritisiert das überholte 3-stufige Schulsystem als mögliche Quelle von Benachteiligung.

    Die Städtischen Bibliotheken Dresden haben daraus Schwerpunkte abgeleitet. Als Teil eines lokalen Netzwerkes der Leseförderung für Kinder sind wir in allen Stadtteilen aktiv. Dabei zwingt uns unsere finanzielle Situation, effiziente Lösungen innerhalb bestehender Strukturen und vorhandener Ressourcen zu suchen und setzt uns Grenzen, die wir nur durch neue Wege und neue Partnerschaften überwinden können.

    Dank der Zusammenarbeit mit der Drosos Stiftung Zürich und der Bürgerstiftung Dresden ist hierbei eine völlig neue Herangehensweise möglich. Eingebunden in unser bewährtes Gesamtprojekt mit seinen zahlreichen bereits erfolgreichen Elementen sollen nicht nur Qualität und Quantität der Angebote entscheidend verbessert werden, sondern innovative Formen und Methoden entwickelt und umgesetzt werden, von denen besonders sozial benachteiligte Kinder in Dresdens Brennpunkten profitieren.

    Wir sind der Überzeugung, dass das gemeinsame bildungspolitische Engagement der Drosos Stiftung Zürich, der Bürgerstiftung und der Städtischen Bibliotheken in der Stadt Dresden zu politischen Weichenstellungen führen kann, die es ermöglichen, die entwickelten Angebote auch nach Abschluss der Projektphase in ausgebauter Form und mit großer Kontinuität weiterzuführen. Und diese Überführung in dauerhafte Angebote ist aus gesellschaftlicher Sicht und im Interesse der Kinder dringend geboten.

    12. Kontakt zum Projektteam

    Telefon: 0351 - 4810720
    Fax: 0351 - 4810952
    E-Mail: info(at)lesestark-dresden.de

    • Blei-Hoch, Dr. Claudia: c.blei(at)lesestark-dresden.de
    • Kunis-Michel, Marit: m.kunis(at)lesestark-dresden.de
    • Lippmann, Christine: c.lippmann(at)lesestark-dresden.de
    • Hagen, Kristina: k.hagen(at)lesestark-dresden.de

    (Stand: Juli 2008)